Computerspiele halten nicht nur Einzug in die Zimmer von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sondern auch in die Sprechzimmer von Psychotherapeuten. Dabei geht es häufig nicht um exzessives Spielverhalten, sondern schlicht um eine Art der Freizeit- und Lebensgestaltung, die allerdings bei vielen einen enorm hohen Stellenwert einnimmt und daher auch therapeutisch betrachtet werden soll und darf. Auf der anderen Seite stehen selbstverständlich Menschen, deren Spielverhalten als problematisch bzw. pathologisch einzuordnen ist.

Im Fachvortrag, der sich in erster Linie an Psychotherapeuten richtet, stelle ich meinen Ansatz vor, wie eine psychotherapeutische Arbeit mit den Inhalten aus Computerspielen gestaltet werden kann. Ziel ist es, die Zuhörer zu befähigen,
dies in der eigenen Praxis umzusetzen und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.
Dazu werden verschiedene relevante Konzepte und Theorien in den Vordergrund gerückt. Aus transaktionsanalytischer Perspektive stehen Konzepte wie „Stimulushunger“, „Zeitstrukturierung“, „Autonomie-Entwicklung“, „funktionale Symbiose“, „Überlebensstrategien“ und „Ersatzgefühle“ im Zentrum. Auch lassen sich Konzepte von C.G. Jung wie die Individuation und natürlich das ganze Symbolverständnis ähnlich wie bei der Interpretation von Märchen wunderbar auf die Welt der Computerspiele anwenden. Dies verdeutliche ich anhand von verschiedenen Fallbeispielen.

Einen weiteren Baustein stellt die Diskussion der neuen Diagnose „Internet gaming disorder“ (ICD-11) und der Forschungsdiagnose „Gaming Disorder“ (DSM-V) dar, genauso wie aktuelle Forschungsergebnisse zur Auswirkung von Gewaltdarstellungen auf Verhaltensparameter.

Stimmen zum Vortrag:

„Würde ich als Suchttherapeut noch einmal eine Fortbildung zum 
Thema „Computerspiele“ organisieren, wäre Jessica Kathmann meine 
absolute Top-Favoritin als Referentin.“
Helmut Kuntz, Psychotherapeut und Autor, Saarbrücken

„Fachlich fundierter Vortrag, aus dem ich eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse gewinnen konnte. Vielen Dank!“
Walter Hofmann, Chefarzt der Valere-Klinik

„Herzlichen Dank an Frau Kathmann für den Einblick in ungewohnte Welten – darum geht es ja, den Horizont zu erweitern, Unterschiede zum Alltag zu finden. Denn wie sagte Albert Einstein schon so schön: Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu tun, und zu erwarten, dass was anderes dabei herauskommt‘.“
Dr. Dipl.-Psych. Annette Hosenfeld, Landau

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